Für die einen Unkraut, für die anderen wertvolle Zutaten in der Küche: Brennessel, Giersch, Gänseblümchen, Sauerampfer und Co. eröffnen ganz neue Rezeptmöglichkeiten für kreative KöchInnen. In „Wilde Wiese: 50 Rezepte mit Wildpflanzen und Wildkräutern“ werden die Wurzeln des Löwenzahns zu Pommes, Gänseblümchen zu Salat und die Kamille kommt in den Cocktail.

Wilde Wiese: Regionaler geht’s nicht

Aus den Wurzeln des Löwenzahns lassen sich super Pommes machen!
Photocredit: JUNI/Julia Schmidt
Aus den Wurzeln des Löwenzahns lassen sich super Pommes machen!
Photocredit: JUNI/Julia Schmidt

Und das freut nicht nur unseren Gaumen, sondern auch unser Portmonnaie und vor allem unseren ökologischen Fußabdruck! Was könnte schon regionaler und saisonaler sein, als das, was man vor der Haustüre oder im Park findet?

Welche Wildkräuter sind überhaupt essbar?

Kräutersammeln will gelernt sein! Wilde Wiesen hilft dabei.
Photocredit: JUNI/Julia Schmidt
Kräutersammeln will gelernt sein! Wilde Wiesen hilft dabei.
Photocredit: JUNI/Julia Schmidt

Aber: Das Abenteuer „Kräutersammeln“ wirft für naturfremde Großstädter wie uns direkt ein paar wichtige Fragen auf. Welche Pflanzen kann man überhaupt essen und welche sind giftig? Wie schmecken sie? Was macht man dann damit? Wann ist die beste Erntezeit?

Wer sich nicht auskennt, sollte sich am Besten auf gesichertes Wissen verlassen: Wilde Wiese hilft bei der Kräuterkunde – und das auf ästhetisch besonders ansprechende Weise.

Auch in Berlin lassen sich Wildkräuter finden…

Für alle, die keinen eigenen Garten vor der Tür haben: Sandra Schumann und Julia Schmidt sammeln ihre Kräuter im Treptower Park in Berlin.
Photocredit: JUNI/Julia Schmidt
Für alle, die keinen eigenen Garten vor der Tür haben: Sandra Schumann und Julia Schmidt sammeln ihre Kräuter im Treptower Park in Berlin.
Photocredit: JUNI/Julia Schmidt

Mit Unterstützung von Wild- und Heilpflanzenexpertin Anne Schmidt-Luchmann geben die Autorin Sandra Schumann und Fotografin Julia Schmidt wichtige Tipps zum Sammeln und detaillierte Infos zu den verschiedenen Wildkräutern.

„Da wir beide totale Naturfans sind, war schnell klar, dass wir als Nächstes etwas mit Wildkräutern machen wollten. Daraufhin unternahmen wir eine geführte Kräuterwanderung durch den Treptower Park. Dort waren wir sehr beeindruckt von der Vielfalt essbarer und vorallem leckerer Pflanzen.“

Das Ergebnis: 50 frische Rezepte für Suppen, Salate, Pesto, Chips, Risotto und Tartes bis hin zu Desserts bringen den Garten in die Küche.

Besonders praktisch: Die abgebildeten Kräuter sind besonders groß abfotografiert, sodass man sie direkt vergleichen kann und keine Risiken eingeht.

Die Kornblume eignet sich aufgrund ihrer schönen Farbe besonders gut als Topping für Suppen und Salate!
Photocredit: JUNI/Julia Schmidt
Die Kornblume eignet sich aufgrund ihrer schönen Farbe besonders gut als Topping für Suppen und Salate!
Photocredit: JUNI/Julia Schmidt

Wir finden: Wilde Wiesen ist das perfekte Geschenk für alle Kräuter-Neulinge, Stadtgärtner und Hobbyköche! Für eure nächste Sommerparty gibt es das passende Rezept mit Kamille – die eignet sich nämlich nicht nur für den Hustentee, sondern auch prima für Cocktails!

Rezepttipp: Kamillen-Erdbeer-Cocktail

Wilde Wiesen: Für die nächste Cocktailparty: Kamillien-Erdbeer-Cocktail
Photocredit: JUNI/Julia Schmidt
Für die nächste Cocktailparty: Kamillien-Erdbeer-Cocktail
Photocredit: JUNI/Julia Schmidt

 Zutaten für 2 Personen:

  • 100 ml Wasser
  • 50 g Zucker
  • 1 Handvoll Kamillenblüten,
  • plus 2 Zweige Kamillengrün mit Blüten
  • 75 g Erdbeeren
  • 100 ml Rhabarbersaft
  • 1 Handvoll zerstoßenes Eis
  • 150 ml Sekt, trocken

Zubereitung:

Wasser, Zucker und Kamillenblüten aufkochen. Den Topf vom Herd nehmen und 30 Minuten abkühlen lassen. Den entstandenen Sirup durch ein Sieb gießen.

Die Erdbeeren waschen, entkelchen und in kleine Stücke schneiden. Erdbeeren, Rhabarbersaft und Kamillensirup in einen Cocktail-Shaker (oder ein großes Schraubglas) geben und kräftig schütteln.

Das Eis und die Fruchtmischung in 2 Gläser geben und mit Sekt auffüllen. Mit einem Zweig Kamille servieren.

Um € 20,- beim Callwey Verlag.

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Bildcredits: JUNI/Julia Schmidt