In Berlin soll diesen Sommer mit Original Unverpackt der erste verpackungsfreie Supermarkt an den Start gehen und mit ihm ein Konzept, das an alte Zeiten erinnert. Wofür Zucker, Mehl, Milch & Co. In Messbecher abfüllen? Für die Umwelt!

 

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ORIGINAL UNVERPACKT

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Das Konzept des verpackungsfreien Supermarkts klingt revolutionär, ist aber insofern ein alter Hut, als dass der Greißler nebenan noch vor wenigen Jahrzehnten gang und gebe war. Jedoch wurde er von großen Lebensmittelketten verdrängt. In Berlin eröffnet demnächst der zweite verpackungsfreie Supermarkt in unseren Sphären: Original Unverpackt. Der zweite, weil wir Wiener uns schon seit Jänner mit der Maß-Greißlerei von Andrea Lunzer über ein verpackungsfreies Lebensmittel-Shopping-Konzept freuen dürfen.

LUNZERS MASS-GREISSLEREI

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Im Ladenlokal in der Wiener Leopoldstadt herrschen klares Design und ein paar alte Möbel. Die Lebensmittel in den Regalen des verpackungsfreien Supermarkts warten darauf, abgefüllt zu werden – je nach Bedarf, in die selbst mitgebrachten Behältnisse. Im Kampf gegen die Verpackungen kann man aber auch vor Ort Glasbehälter kaufen, mit denen man die nächsten Male den Wocheneinkauf bestreitet, im Notfall gibt’s gratis Papiersackerln, umweltfreundliche, versteht sich. Wer sich durchs Online-Sortiment auf www.mass-greisslerei.at blättert, wird feststellen: Hier gibt es fast alles, was es im normalen Supermarkt auch gibt, außer Fleisch. Jedoch nicht aus logistischen Gründen, sondern aus Überzeugung. Überangebot gibt es keines. Die angebotenen Produkte wurden vorab getestet und erleichtern dem Kunden somit die Qual der Wahl.

Damit Kunden die schweren Einkaufs-Behältnisse aber nicht den ganzen Tag mit sich herumschleppen müssen, um am Abend Lebensmittel einzukaufen, bietet die Maß-Greißlerei einen einzigartigen Service: Ein Korb samt Einkaufsliste kann am Vormittag vorbeigebracht und am Abend gefüllt und mit fixfertig abgepacktem Inhalt wieder abgeholt werden.

 

DER KAMPF GEGEN DEN VERPACKUNGSMÜLL

Rund eine Million Tonnen Verpackungsabfall werden laut Statistischen Amt der Europäischen Union jährlich in Umlauf gebracht – allein an getrennt gesammeltem Abfall. Schätzungen zufolge ist das, was im Restmüll landet, ungefähr doppelt so viel. Der Verbraucher hat auf den anfallenden Müll aber kaum Einfluss; der Ursprung allen Übels liegt beim Hersteller: Jedes Zuckerl ist einzeln in Folie eingewickelt, alles in Plastik eingeschweißt. Das Konzept des verpackungsfreien Supermarkts fand in London mit dem „Unpackaged“-Shop großen Anklang, in Wien geht Andrea Lunzer von ähnlichem Erfolg aus, nicht zuletzt weil sich das Umweltbewusstsein der Allgemeinheit nach und nach verändert. Und wer weiß, vielleicht pilgern ganz Wien und Berlin demnächst, wie einst unsere Großmütter, mit Milchkanne und Weidenkorb zum Einkaufen.

Ein weiteres revolutionäres Lebensmittel-Shopping-Konzept finden Sie hier: http://fogs-lifestyle.com/biobox-bioprodukte-erleben/