Wer 15 Jahre lang das bestbezahlte Model der Welt sein will, muss auch ordentlich was dafür tun. Gisele Bündchen hält sich an einen strikten, auf Pflanzen basierten Ernährungsplan, den wir für euch unter die Lupe nehmen.

Frische Produkte, hochwertiges Öl

Allan Campbell, Ernährungsberater und Chefkoch der Familie plaudert aus dem Nähkästchen, was den Speiseplan von Gisele Bündchen und ihrer Familie betrifft: „80 % davon, was sie essen, ist Gemüse. Ich kaufe nur das frischeste Gemüse. Wenn es nicht Bio ist, verwende ich es nicht. Und ganzes Getreide: Brauner Reis, Quinoa, Hirse, Bohnen. Die anderen 20 % sind mageres Fleisch: Weiderind, manchmal Ente oder Huhn. Was Fisch angeht, koche ich hauptsächlich Wildlachs.“ Außerdem sei es wichtig, nur rohes Olivenöl zu verwenden, dieses aber nicht zu erhitzen: „Ich koche nur mit Kokosöl. Fette wie Rapsöl werden aufgrund der Erhitzung zu Transfetten.“ 

Kein Zucker, kein Kaffee, keine Nachtschattengewächse

Was Zucker angeht, ist Campbell streng: „Wenn du nur Zucker und Kohlenhydrate isst – wie es viele Leute tun – ist dein Körper zu übersäuert und das führt zu Krankheiten.“

Der Speiseplan ihres Ehemanns und Profi-Football-Spielers Tom Brady ist sogar noch strenger: „Tom isst keine Nachtschattengewächse, weil sie nicht entzündungshemmend sind”, so Campbell. „Das heißt keine Tomaten, Paprika, Pilze oder Auberginen.“

Auch von Obst, Kaffee, Koffein, Gluten und Milchprodukten hält sich die Familie so gut es geht fern.

Ist das gesund?

Das klingt erst mal wahnsinnig restriktiv und auch ziemlich spaßbefreit. Aber: Ein hoher Gemüsegehalt, mageres Fleisch und hochwertige Fette sind ein wichtiger Grundbaustein für eine ausgewogene Ernährung. Allerdings ist man sich beim Verzicht von Nachtschattengewächsen (dazu zählen auch Kartoffeln und Beeren) unter Ernährungswissenschaftlern nicht einig: Die Einen halten sie für essentielle Ernährungsbestandteile, während die anderen sie und ihre Alkaloide als potentielle Entzündungsquelle betrachten.

 

 

 

 

 
 
 
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Auch was Kokosöl angeht, gibt es (trotz des riesigen Hypes) keine erwiesenen gesundheitsfördernden Eigenschaften. Es hat sogar einen relativ hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, welche sich negativ auf Herz und Gefäße auswirken können. Sogar Schweineschmalz oder Butter haben einen niedrigeren Anteil an gesättigten Fettsäuren! Eine gesündere Alternative zu Kokosöl wäre zum Beispiel Leinöl, das mit 70 % mehrfach ungesättigter Fettsäuren punktet.

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Aufmacherbild: Instagram | @gisele