Umweltbewusst zu leben und zu konsumieren ist gar nicht so einfach: Ständig werden neue Mythen rund um das Thema Nachhaltigkeit produziert und wieder aufgedeckt – wer soll denn da noch durchblicken? Wir gehen einen Schritt zurück und nutzen Dinge, die bereits bei uns zu Hause herumstehen, wie zum Beispiel das gute, alte Einmachglas. Was man damit alles anstellen kann, verrät das neue Buch „Ein Glas, endlose Möglichkeiten“.

„The most environmentally friendly product is the one you didn’t buy.“

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This graphic (excluding the red crosses on it which I'll explain) is going around on social media. I am not sure were it originated (I could only trace it to @pg_recycle but they are unable to confirm it's theirs). I thought I'd share it anyway, to point out the ironic turn that the waste-free living movement is taking on social platforms. These past couple years, I have noticed a trend (from social media influencers and bloggers) encouraging people to buy buy buy… reusables. This lifestyle is about getting away from consuming, but graphics like these ironically support the opposite! If you are getting started on your journey, please don't go on a big shopping spree, filling your kitchen with items that you don't need in the first place. You do need a few essentials but only so few (I would encourage that you shop your home first). For over a decade our family has confortably lived waste free without the need for the items that I crossed out in red, and so can you. Before filling kitchen drawers with such reusables as straws, beeswraps, and a phletora of containers, ask yourself: Do I even need it in the first place? Can another item in my kitchen provide the same purpose? Remember: Waste free living is about living simply first and foremost. And one way to get to simple living is to stop unnecessary things from coming into your home. As my book explains in great detail, Reducing comes before Reusing! Happy (simple) zero waste journey! #zerowaste #zerodechet #zerowastehome #unpackaged #bulk #ZWHtour #ZWH #zerowastehomebook #zerowastelifestyle #5Rs #refill #reuse

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Wer eine halbwegs umweltbewusste Lebensweise anstrebt, muss leider mit ziemlich vielen desillusionierenden und ernüchternden Einsichten klar kommen: Selbstbewusst tragen wir in Jutebeuteln unsere Einkäufe nach Hause, bevor wir erfahren, dass ihre Produktion enorme Ressourcen verschlingt und dass sie erst nach 131 Mal eine bessere Klimabilanz aufweist als ihr Äquivalent aus Plastik. Mit leicht abfälligem Blick gehen wir an den Aluminiumkaffekapseln im Supermarkt vorbei und greifen zum vermeintlich guten, alten Filterkaffee – wo doch die Herstellung von Kaffeebohnen eigentlich das Verheerendste an unserem übermäßigen Kaffeekonsum ist: Dafür werden Urwälder gerodet, Wasser verschlungen und unfassbar lange Wege zurückgelegt. Seit Jahren kaufen wir Wasser natürlich niemals in Plastik- sondern in Glasflaschen – obwohl die Ökobilanz für Glas alles andere als rosig aussieht. Vom Umweltbundesamt wird Einwegglas als die umweltschädlichste Verpackung überhaupt eingestuft.

Einmachgläser: Das nutzen, was man schon hat

Um unser Öko-Gewissen zu beruhigen, nehmen wir also ganz schön viel auf uns, obwohl es eigentlich gar nicht so kompliziert wäre! Anstatt all unsere Küchenutensilien aus Plastik rauszuwerfen und sie mit schicken Zero-Waste-Produkten zu ersetzen, wäre es doch viel einfacher, das zu nutzen, was man bereits hat.

Das beste Beispiel dafür sind Einmachgläser. Jeder von uns hat wohl einige davon zuhause rumstehen – trotzdem wird ihr Potential als praktische Alltagshelfer total unterschätzt, wie das Buch „Lieblingsglas: Rezepte, DYI Ideen und Zero-Waste Tipps“ zeigt.

Dass ein Einmachglas das ideale Behältnis für unser Office-Lunch ist, müssen wir euch wohl nicht erzählen. Aber: Aus dem Lieblingsglas lässt sich nicht nur das Mittagessen löffeln oder Eistee trinken, sondern auch Waschpulver selbst mixen und aufbewahren oder hübsche DIY-Deko basteln.

Deshalb: Wenn wir das nächste Mal beispielsweise Gurken im Glas kaufen, werfen wir den Behälter nicht weg – sondern verwenden ihn so lange, bis er nicht mehr zu gebrauchen ist.

Rezepttipp: Sommerrollen-Schichtsalat mit Erdnusssauce

Die Zutaten aus den leichten Sommerrollen schichten wir einfach im Einmachglas! 
Bildcredit: Lieblingsglas
Die Zutaten aus den leichten Sommerrollen schichten wir einfach im Einmachglas!
Bildcredit: Lieblingsglas

Zutaten

Salat

  • 100 g Glasnudeln
  • 100 g Champignons
  • 100 g Rotkraut
  • 1 mittelgroße Karotte
  • 1 Avocado
  • 1 Bund Schnittlauch oder andere Kräuter

Erdnusssauce

  • 80 ml Kokosmilch
  • 2 EL Erdnussmus
  • 2 EL Hoisin-Sauce
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Kokosblütensirup
  • 1 EL Wasser

Zubereitung

Alle Zutaten für die Erdnusssauce mit einem dem Blender mixen und beiseite stellen.

Glasnudeln für 3-4 Minuten kochen, danach kalt abschrecken und beiseite stellen. Champignons in Scheiben, Karotten in Streifen schneiden oder mit dem Sparschäler in dünne Streifen schälen, die Avocado schälen und in Spalten schneiden. Rotkraut in dünne Streifen schneiden.

Alle Zutaten in dein Mehrwegglas schichten. Erdnusssauce in ein kleineres, extra Glas füllen und vor dem Verzehr über den Salat träufeln.


Bildcredit Aufmacherbild: Lieblingsglas