Das mit dem Autofahren ist ja heutzutage so eine Krux: Einerseits fänden wir es herrlich, mit einem flotten Cabrio durch die Landschaft zu düsen, mit alten VW-Bus ins Blaue zu fahren oder mit dem schicken Old-Timer durch die Stadt zu cruisen. Aber: Unser grünes Umwelt-Herz schlägt dann letzten Endes doch höher als die Lust, mit spritfressenden CO2-Schleudern durch die Gegend zu fahren. Zum Glück folgen die Autobauer von heute der Sehnsucht der Kunden nach umweltfreundlicheren Alternativen und bescheren uns alte Klassiker als E-Autos neu aufgelegt.

Auch, wenn man Individualmobilität grundsätzlich in Frage stellen sollte, sind die neu gedachten Klassiker eine schöne Alternative für alle Autoenthusiasten, die ihre Leidenschaft mit ihrem Bewusstsein für Nachhaltigkeit verbinden möchten.

Renault Klassiker R4 Plein Air in vollelektrischer Variante

Der elektrische R4 Plein Air von Renault
Der R4 Plein Air von Renault ist bis dato leider noch in der Entwicklungsphase – aber womöglich gibt es das E-Auto auch bald zu erwerben.
Bildcredit: Renault

Der Klassiker aus dem 70er Jahren wird anlässlich des zehnten Jubiläums des 4L-International-Festivals als Elektro-Cabrio neu aufgelegt. Das einzige Manko: Durch die Akkus mussten die Hintersitze hier weichen, sodass nur zwei Personen darin Platz finden. Ob das E-Cabrio jemals in die Produktion geht, oder bloß Prototyp bleiben muss, hat Renault noch nicht bekannt gegeben. Möglicherweise werden auch erst die Reaktionen der Fans abgewartet.

Legendärer VW-Bus als Elektrobus zurück

Außen old-school wie 1962 – innen Hightech: Der VW Typ 2 T1 als E-Auto neu gedacht.
Bildcredit: VW

Auch VW stellt bisher leider nur – aber immerhin – ein Konzept für die Neuauflage seines VW Typ 2 T1 vor. Anlässlich des 20-Jährigen Jubiläums der Niederlassung in Kalifornien wurde der E-Bulli im Juli vorgestellt: Das Design ist direkt dem 1962er Original nachempfunden – der Elektromotor mit 120 PS, ein Zehn-Kilowattstunden-Akku sowie eine Reihe intelligenter Funktionen sind neu. Die Fahrhöhe des Fahrzeugs passt sich zum Beispiel automatisch dem Fahrer an, integrierte Kameras erkennen ihn per Gesichtserkennung und Sprachassistent und holografisches Display sorgen für die restliche Steuerung.

Luxusvariante: Ford Mustang als E-Version

Unterwegs wie James Bond: 225.000 € soll die limitierte E-Version des Ford Mustang kosten.
Bildcredit: Charge

Dem US-Autohersteller Ford sind bei der Elektrifizierung seiner Modelle ein Start-up und ein E-Truck Hersteller zuvorgekommen: Das britische Jung-Unternehmen Charge und der Truckbauer Arrival präsentierten eine E-Version des Klassikers, die 225.000 € kosten soll. Von null auf 100 beschleunigt der neue Mustang immerhin in nur knapp 3 Sekunden. Ab September 2019 soll es der elektrifizierte Wagen auf den Markt kommen.  Die Vorbestellungs-Gebühr kostet 5.600 € und insgesamt sollen nur 499 Fahrzeuge produziert werden. Wem es das Wert ist – hier entlang.  

Royaler E-Roadster von Jaguar

Sogar das britische Königspaar Harry und Meghan Markle fuhren schon in der E-Type Zero von Jaguar vor – etwas Besseres konnte dem Autobauer wohl nicht passieren. Die positiven Reaktionen zum neuen Konzept waren so überwältigend, dass das E-Auto ab Sommer 2020 in Produktion geht. Besitzern des Originals von 1968 wird zudem angeboten, ihr Auto umrüsten zu lassen. Jaguar gibt bislang eine Reichweite von bis zu 270 Kilometern an, ein Preis wurde bis dato noch nicht genannt. Allerdings wird es wohl – anders wie bei den E-Pionieren Tesla und Co. – keine Schnelladefähigkeit geben, was einen Ladevorgang von bis zu sieben Stunden bedeutet.


Bildcredit Aufmacherbild: Renault